Düngen mit Brennesseljauche
 
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Brennnesseljauche

biologisch Gärtnern mit Brennnesseljauche

Das umweltfreundliche, biologische Gärtnern wird immer beliebter. Man greift daher gerne auf altbewährte Rezepte zurück, die auch schon von Großmutter benutzt wurden. Eines dieser alten Rezepte ist die Herstellung von Brennnesseljauche. Um diesen wirksamen biologischen Dünger zu erhalten, braucht es nicht viel. Sie benötigen lediglich ein passendes Gefäß, ein Paar Handschuhe, eine Schere, einen Stock, Wasser, Brennnesseln und etwas Geduld.

Die Brennnesseljauche wird wie folgt hergestellt:

Auf 1 Liter Wasser rechnet man 3 bis 5 ausgewachsene, frische Brennnesseln.

Zum Ernten der Brennnesseln zieht man sich Handschuhe an, um den Hautkontakt mit den Brennhaaren zu vermeiden. Die Pflanzen werden kurz über der Erde abgeschnitten und locker in ein passendes Gefäß gelegt. Wer will, kann die Brennnesseln auch zerschneiden. Hat man nun die erforderliche Menge abgeschnitten, legt man sie locker in das Gefäß und gießt die entsprechende Menge Wasser darüber. Die so angesetzte Brennnesseljauche m u s s täglich umgerührt werden um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Nach ca. 3 Tagen fängt die Flüssigkeit an zu gären, das sieht man daran, dass sich an der Wasseroberfläche Blasen bilden und sie beginnt unangenehm zu riechen. Zum binden von Geruch eigenet sich vor allem Gesteinsmehl. Die Gärung ist abgeschlossen, wenn sich keine Blasen mehr bilden, das dauert noch ungefähr eine Woche, dann ist die Brennnesseljauche fertig. Stellen Sie das Gefäß - wenn möglich - an einen sonnigen Platz, im Schatten dauert der Prozess des Gärens länger.

Die Brennnesseljauche ist für alle Pflanzen ob Nutz- oder Zierpflanzen geeignet. Zu beachten ist, dass man das richtige Mischungsverhältnis nimmt, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Für junge Pflanzen und Setzlinge nimmt man zur ersten Düngung eine Konzentration von 1:20, d. h. 1 Teil Brennnesseljauche und 20 Teile Wasser. Eine wöchentliche Düngung mit einem Mischungsverhältnis von 1:50 ist empfehlenswert. Mit diesem Mischungsverhältnis kann auch der Rasen gedüngt werden. Für ältere und große Pflanzen eignet sich das Mischungsverhältnis von 1:10. Ist man sich nicht sicher, welches Mischungsverhältnis man bei einer Pflanze nehmen soll, ist es immer besser, die Mischung nicht zu stark zu machen.

aboutpixel.de © Peter Ehmann Unverdünnte Brennnesseljauche verwendet man zur Verbesserung des Bodens, wenn er noch nicht bepflanzt ist. Dies geschieht am Besten im Frühjahr. Hierzu kann man den Rest vom Vorjahr verwenden, oder die im Vorjahr für diesen Zweck ansezte Jauche nehmen.

Brennnesseljauche ist auch ein gutes Mittel zur Bekämpfung von Pflanzenschädlingen. Unverdünnte Brennnesseljauche gibt man in eine Sprühflasche und besprüht damit die befallenen Pflanzen von allen Seiten. Das wiederholt man drei Tage lang, damit auch die schlüpfende Brut vernichtet wird.

Die entnommene Menge Brennnesseljauche wird ganz einfach mit Wasser wieder aufgefüllt, auch hier ist zu beachten, dass man dann immer wieder gut umrühren muss.


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